Bürgersaal

 

Der heutige Bürgersaal war früher Schulraum, in dem bis 1974 der Heddesbacher Nachwuchs das ABC lernte. Schul- und Rathaus wurden 1903 unter einem Dach im Jugendstil in der Kaiserzeit am südlichen Ortseingang errichtet. Im Rahmen eines Entwicklungskonzeptes unter dem Stichwort Umnutzung zu einem Vereinszentrum machte sich der Gemeinderat an diese Dorfentwicklungsmaßnahme, die das gesamte Haus in vier Projekten mit knapp 1 mio DM Mitteleinsatz umgestaltete.
 

Die 2. Maßnahme betraf dabei den früheren Schulbereich; Bürgersaal, Vereinsheim und Sanitärbereich konnten 1988 von Minister Weiser der Bestimmung übergeben werden. Heute belegen die örtlichen Vereine die Räumlichkeiten an allen Wochentagen, die den Nutzern unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.
 

  • 1986 erfolgte die Außenrenovierung und Sanierung der Verwaltungsräumlichkeiten
  • 1992 Umgestaltung des ehemaligen Schulhofes und Schaffung des Parkplatzes
  • 1996 Ausbau des Dachgeschosses

Ortsmitte: Der Kirchplatz als Veranstaltungszentrum

 

An die Gestaltung eines neuen Dorfplatzes in der Ortsmitte ging der Gemeinderat, als die bis dahin üblichen Zeltveranstaltungen auf der Freizeitanlage im Laxbachtal unwirtschaftlich wurden. Über die sog. Dorfentwicklung bestand ein Förderprogramm, das solche Planungen finanziell unterstützte. In mehreren Schritten wurde dann ein den Anforderungen entsprechendes Veranstaltungszentrum vor der historischen Kulisse der Peterskirche realisiert:

  • 1986 Platzgestaltung mit Hedenbrunnen und Pflasterung
  • 1994 Kauf des angrenzenden Elfnerhauses und Nutzung als Jugendraum
  • 2000 Erweiterung des Platzes und Ausbau des Hauses (Betriebsküche, Sanitärbereich, Heimatmuseum)
  • 2003 Anpassung des Landstrassenbereichs mit Lendengasse
  • 2005 Überdachung und Außenrenovierung des Hauses mit Platzerweiterung in nördliche Richtung.

Auf diesem Platz werden heute die jährlichen Veranstaltungen des Gemeinderats und der Ortsvereine wie Maibaumstellung, Kirchweih, Dorffest und Weihnachtsmarkt durchgeführt. Was früher Vorgärten der benachbarten Häuser war, ist so zu einem Kommunikations- und Begegnungszentrum mit ansprechendem Ambiente geworden. 

Wasserversorgung

Wie die meisten Gemeinden im Odenwald erhielt der Ort um die vorige Jahrhundertwende eine eigene Wasserversorgung.

1910 wurde die Leitung von der Heddesbachquelle zum Hoch-behälter (heutiges Haus Nr. 21 am Schönauer Weg) und von dort der Anschluss in jedes Haus mit der Hand gegraben.

Das Reservoir musste im Zuge der Ortsausdehnung 1964 verlegt und vergrößert werden.

1996 wurde ein neues Pumpenhaus mit einer Kieselgur-Entsäuerungsanlage gebaut. Die Totalsanierung des Leitungsnetzes im alten Ortskern mit optimierter Hydraulik erfolgte 2003.
 

Seit 2006 wird das Wasser UV-bestrahlt, um Coli-Verkeimungen vorzubeugen.

 

In den Jahren 2017 und 2018 wurde die von behördlicher Seite geforderte zweite Quellfassung mit der „Hirschquelle“ realisiert. Gleichzeitig wurde das Quellbauwerk Heßmarsgrundquelle und die Quellzuleitung bis zum Kreuzungsbereich Allmengarten/ Schönauer Weg erneuert.

Abwasserbehandlung

An diese Aufgabe machte sich der Gemeinderat ab 1987. Nach Verabschiedung eines Generalentwässerungsplanes galt es zunächst, alle Kanäle an den Ort der zukünftigen Klärung zusammenzuführen. Nach intensiver Analyse entschied man sich für eine eigene Teich-Kläranlage im Tal direkt unterhalb des Rathauses. Die beiden Alternativen Kompaktanlage bzw. Anschluss an den Steinachtalverband schieden aus Kostengründung aus.

 

Nach dem Bau diverser Verbindungskanäle bis 1990 konnte man die Kläranlage mit 4 Teichen (1 Absetz-, 2 Reinigungs- und 1 Schönungsbecken) und einem Sammelkanal im Jahre 1992 anfahren - der Kostenaufwand betrug ca. 3 Mio DM. Die offizielle Einweihung erfolgte 1904.
 

Im Rahmen der sog. Eigenkontrollverordnung, die den Kommunen die Sanierung aller Ortskanäle gesetzlich vorschreibt, wurden dann in den Jahren 2003/04 die alte Kanalisation vollständig ausgetauscht. Diese war nach dem 2. Weltkrieg verlegt worden und entsprach hinsichtlich Dichtigkeit und Tiefe nicht mehr den Anforderungen.

 

Mit dem nahenden Ablauf der Wasserrechtlichen Genehmigung im Jahr 2020 wurde bereits frühzeitig über die Möglichkeiten der zukünftigen Abwasserbehandlung diskutiert. Unabhängig davon war jedoch ebenfalls klar, dass die vorhandene mechanische Reinigungsstufe nicht ausreichend effektiv arbeitet und im Zuge eines ersten Bauabschnittes vorab aufdimensioniert und modernisiert werden muss.

 

Die vorhanden Maschinentechnik wurde durch einen Hakenumlaufrechen mit integrierter Waschgutpresse sowie einen Sandwäscher samt neuer Sandhebepumpe ersetzt. Im Zuge dieser Arbeiten wurden das vorhandene Zulaufgerinne sowie der Sandfang umgebaut und saniert. Zusätzlich wurde die Elektrotechnik in diesem Bereich vollständig erneuert und eine neue Schaltanlage installiert. Ergänzend wurden weitere Arbeiten im Bereich Brand- und Blitzschutz sowie der Brauchwasserversorgung durchgeführt. Die Leistungsfähigkeit der mechanischen Reinigung wurde dadurch von etwa 45 l/s auf 185 l/s erhöht.

 

Zusätzlich ist die neue Anlage SPS-gesteuert und damit deutlich besser automatisiert und überwacht, manuelle Arbeiten und Kontrollen sind auf ein Minimum reduziert. Da die Kläranlage während der Umbauarbeiten weiterhin vollständig in Betrieb bleiben muss, konnten die Arbeiten nur nach der Inbetriebnahme einer provisorischen Schmutzwasserhaltung durchgeführt werden.

 

Für die Schmutzwasserhaltung musste auch der vorgeschaltete Regenüberlauf der Kläranlage laufenden Betrieb umgebaut werden. Trotz Koordination unterschiedlichster Gewerke konnten die kritischen Arbeiten in weniger als 2 Monaten durchgeführt werden und die neue mechanische Reinigung erfolgreich im Frühjahr 2021 in Betrieb genommen werden.

 

Gemeinde Heddesbach
Rathaus

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69434 Heddesbach

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Donnerstag morgens - nur nach vorheriger Terminvereinbarung

 

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